Warum wir einen Minimalismus Podcast machen

Warum wir einen Minimalismus-Podcast machen
Warum wir uns für den genug-Podcast zum Thema Minimalismus entschieden haben

#001 Transkript

Warum macht das genugteam einen Minimalismus-Podcast?

Thomas: Willkommen zum genug-Podcast. Dem Podcast über Minimalismus und unkomplizierte Lebensweise. Wir sind Thomas und Jennifer – die beiden Hälften des genugteams. Unsere heutige Folge: Die Pilotfolge, in der wir uns mit der Frage beschäftigen: „Warum macht das genugteam auf einmal einen Minimalismus-Podcast?“

Thomas: Es begann an einem wunderschönen Frühlingsmorgen. Nein Spaß, es war Weihnachten, als Jennifer auf der Suche nach neuen Blogideen war. 

Jennifer: Und dann haben wir uns gedacht: Tragen wir doch einfach mal die besten deutschsprachigen Minimalismus-Blogs zusammen. Dabei haben wir festgestellt, es gibt eigentlich eine ganze Menge Minimalismus-Blogs, auch im deutschsprachigen Raum. Aber gar nicht mal so viele, die heute immer noch regelmäßig Artikel veröffentlichen. Und was es noch viel weniger gibt, sind Minimalismus-Podcasts. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Minimalismus-Podcast von Michael und Daniel. Das sieht im englischsprachigen Raum ganz anders aus.

Thomas: Solange ich mich damit beschäftige, bin ich immer großer Fan der ganzen Minimalisten aus dem englischsprachigen Raum gewesen. Sei es jetzt Ryan oder die beiden Joshuas oder Leo Babauta. Und die haben natürlich auch eine ganze Reihe Podcasts produziert, keine Frage. Also viele setzen eigentlich nur noch darauf. Und im deutschsprachigen Raum findet man ganz ganz wenige oder auch mal nur eine einzelne Folge von einem Podcast, der ein ganz anderes Hauptthema hat. Wo das dann mehr so ein Randthema ist, das behandelt wird. Und ich habe mir einfach gedacht: „Ich wünsche mir einen durchgängigen Podcast zum Thema Minimalismus. Verdammt, ich mach selbst einen!“

Jennifer: Und nicht nur Thomas wollte gerne einen Podcast, sondern auch die Leute aus unserem persönlichen Umfeld. Zum Beispiel erzählen mir ein paar Kollegen ständig von Podcasts, die sie mega cool finden. Was mir allerdings nie passiert ist, dass mir diese Kollegen erzählen: „Boah, ich hab letztens so einen richtig geilen Blogartikel gelesen, den musst du dir unbedingt mal angucken!“ Sondern alle reden nur noch über Podcasts. Das heißt, Podcasts lösen scheinbar regelrecht Begeisterung aus, während Blogartikel heutzutage mehr so für nüchterne Informationssuche genutzt werden. Wenn ich eine konkrete Frage oder ein Problem habe und das bei Google eingebe und mir ein Blogartikel das Ganze beantwortet, dann freut mich das. Aber so eine Begeisterung wie bei Podcasts scheint es da irgendwie nicht so zu geben.

Thomas: Ähnlich war das auch als ich einer guten Freundin vom Blog erzählt hab. Und die dann direkt nachgefragt hat: „Woah, habt ihr eigentlich auch Podcast? Weil Podcast da schalte ich sofort ein und Blog ist halt nicht so meins.“ Und daraufhin haben wir uns einfach überlegt: „Wie sieht das mit einem Minimalismus-Podcast aus?“

Jennifer: Denn eigentlich hat Thomas sogar Erfahrung mit Audiobearbeitung, was viele von unseren Lesern vielleicht noch gar nicht so wissen.

Thomas: Die Wahrheit darüber ist eigentlich, dass ich in jungen Jahren versuche habe, Musik zu  machen. Nein, ich habe auch tatsächlich Musik gemacht, keine Frage. Aber der meiste Spaß war eigentlich immer hinterher aus den einzelnen Spuren, die man hatte – wenn man jetzt zum Beispiel Gitarre und Gesang getrennt aufgenommen hat – da irgendeinen fertigen Song draus zusammenzubasteln am Computer. Und da habe ich gedacht: „Meine Güte, du weißt doch, wie das funktioniert. Dann wirst du auch hinkriegen einen Podcast aufzunehmen!“

Thomas: Zumal ich generell eine gewisse Zuneigung zum Audioformat habe. Zum Beispiel liebe ich Hörbücher über alles. Vor allem, dass mir eine angenehme, beruhigende Stimme einfach was erzählt. Ich mag das unglaublich vor dem Schlafengehen. Das bringt mich ein bisschen runter, besonders wenn ich einen anstrengenden Arbeitstag hatte. Insofern ist Audio generell auch einfach ein schönes Format.

Jennifer: Ich habe eine ganz andere Einstellung zum Audioformat. Denn wenn Thomas so ein Hörbuch anmacht, so vor allem abends kurz vorm Schlafengehen – ich bin immer sofort eingeschlafen. Ich könnte nichtmal mehr sagen, was wir da überhaupt gehört haben, mich an die Stimme erinnern, an den Titel, irgendetwas. Naja, und Podcasts sind für mich tatsächlich noch etwas vollkommen Neues. Also ich habe bisher weder besonders viele gehört, noch habe ich Erfahrung mit der Produktion. Für mich ist das gerade auch eher gruselig, dass dieses mega dicke Mikrophon mich hier so anguckt und mir zuhört. Aber ich dachte: „Ich versuchs einfach mal!“

Passt ein Podcast zum Minimalismus?

Thomas: Und damit war die Idee zum Minimalismus-Podcast zumindest schonmal geboren, könnte man sagen. Das hat uns aber dann zur Frage geführt: „Ist Podcasten überhaupt minimalistisch?“ Das Ganze sicherlich mit einem Augenzwinkern. Aber man muss ehrlich zugeben, Audioaufnahmen zu produzieren, ist ein gewisser Aufwand. Das kann man auch nicht wegdiskutieren. Man braucht das Equipment, man braucht Zeit, man braucht Geduld und auch ein gewisses Fingerspitzengefühl.

Thomas: Aber letzten Endes geht es dem Minimalisten ja nicht darum zu verzichten, wie zum Beispiel ein asketischer Mönch. Es geht ja darum, sich auf Dinge konzentrieren zu können, die man am liebsten macht. Und weil mir Audioproduktion an sich immer viel Spaß gemacht hat, habe ich überlegt: „An sich ist das doch eine schöne Beschäftigung außerhalb vom Beruf und in der Freizeit, wo man auch ein bisschen was gestalterisches machen kann, was über Texte schreiben auch mal hinausgeht.“ Am Ende teilen wir das was dabei rumkommt mit euch, unseren Hörern. Und dadurch erfüllt es sogar einen besonderen Zweck. Man behält nicht einfach alles, was dabei entsteht für sich, sondern man teilt es in der Welt. Also mit jedem, der daran teilhaben möchte. Das klingt an sich ja erstmal durchweg positiv.

Jennifer: Aber eigentlich sind Podcasts auch ein bisschen anti-minimalistisch. Denn ich glaube Podcasts sind vor allem so beliebt, weil man sich nicht wirklich aktiv anstrengen muss, um Informationen aufzunehmen. Wenn man so einen Blogartikel vor sich hat, dem muss man wirklich aktiv Aufmerksamkeit schenken. Weil man muss ihn ja durchlesen. Einen Podcast hingegen kann man einfach unterwegs auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen, Fahrradfahren, beim Einkaufen, wo auch immer hören. Und dadurch erscheinen einem bestimmte Aktivitäten vielleicht ein bisschen weniger langweilig oder auch ein bisschen weniger lästig, aber gleichzeitig schenkt man einem Podcast dadurch auch nie so wirklich seine volle Aufmerksamkeit. Dabei legen doch gerade Minimalisten immer so viel Wert auf eine achtsame Lebensweise.

Thomas: Da möchte ich zu meiner Verteidigung direkt mal einwerfen: Ich höre meine Hörbücher nie nebenbei. Also wenn ich Hörbuch höre, dann mache ich wirklich nur das und nicht nebenher noch unter die Dusche gehen oder irgendetwas Vergleichbares. Am Ende hat auch jeder selbst in der Hand eine bewusste Entscheidung zu treffen, wirklich eine Sache ganz bewusst und achtsam – ich sage es jetzt einfach mal so – zu tun. Das heißt, es liegt in der Hand eines jeden Einzelnen zu sagen: „Okay, ich höre mir das jetzt an und ich mache auch nichts anderes nebenbei, was mich ablenkt oder versuche mich mit meinem Audioinhalt von dem was ich gerade tue abzulenken, weil mir das sonst zu langweilig ist.“ Und um es mit den Worten von Aristoteles zu sagen: „Wenn in meiner Macht liegt, irgendetwas zu tun, dann liegt auch in meiner Macht, es eben nicht zu tun.“

Was erwartet auch in unserem Minimalismus-Podcast?

Thomas: Und damit kommen wir zur abschließenden Frage, die euch vielleicht auch ein bisschen beschäftigt: „Was euch eigentlich auf unserem Minimalismus-Podcast erwartet?“ Oder in unserem Podcast? Die Grammatik ist mir gerade nicht so geläufig. Tatsache ist, wir werden auf keinen Fall unsere Blogartikel vorlesen. Denn die sind dafür gedacht, dass sie jeder selbst lesen kann. Das wäre irgendwie nicht richtig. Stattdessen wollen wir uns im Podcast mit Themen beschäftigen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen oder, die einfach besser zum Audioformat passen. Die sich als geschriebener Text einfach nicht so gut anfühlen.

Jennifer: Denn es gibt durchaus ein paar Themen, wo sich die beiden genugteam-Hälften nicht immer zu 100% einig sind. Ich meine, wir sind verschiedene Personen und natürlich haben wir auch zu manchen Themen unterschiedliche Meinungen. Und überlicherweise schreibt einfach immer abwechselnd jeder von uns einen Blogartikel. Dabei wird natürlich nicht ganz so deutlich erfasst, was wir für unterschiedliche Standpunkte haben. Und da denken wir, dass zum Beispiel das Podcast-Format sich viel besser eignet, um einfach auch mal eine Diskussion zwischen uns aufzunehmen und ein Thema dann wirklich mal von zwei verschiedenen Standpunkten zu beleuchten.

Thomas: Nicht zu vergessen wollen wir damit auch die Chance gewinnen auf Kommentare und Mails, die uns erreichen, viel offener und persönlicher einzugehen. Wenn man so einen Kommentar zum Beispiel mit im Podcast übernimmt und dann auf lebendige Weise beantwortet und darauf eingeht, denke ich, kommt das auch einfach ganz anders rüber, als wenn man das in einem trockenen Text machen würde. 

Thomas: Und genau aus diesem Grund freuen wir uns natürlich immer auf eure zahlreichen Kommentare. Und wenn euch die Idee des Podcasts gefällt: Dann tut uns den Gefallen und abonniert uns! Und ihr könntet zu den ersten gehören, die die nächste Folge mitbekommen und hören können. In diesem Sinne: Wir hören uns in der nächsten Folge!

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