Minimalistisch leben – So kannst du noch heute anfangen

Minimalistisch leben

Du bist begeistert von der Idee minimalistisch zu leben, aber weißt nicht wo du anfangen sollst? Wir verstehen dich. Die Vorteile von Minimalismus klingen verlockend, aber es ist schwer von heute auf morgen sein Leben umzustellen. Das Gleiche gilt auch für Minimalismus. Dein Weg zum minimalistischen Leben ist ein Prozess und du wirst dich Stück für Stück besser fühlen. Es gibt aber dennoch ein paar einfache Dinge, die du sofort tun kannst. In diesem Artikel geben wir dir 10 Tipps, mit denen du heute noch anfangen kannst und erste Resultate siehst! 

Heute noch minimalistisch leben: 8 Tipps für den Einstieg

Wirf etwas Ballast ab, aber nicht zu viel auf einmal

Wenn du minimalistisch leben möchtest, musst du nicht von heute auf morgen deine gesamte Wohnung entrümpeln. Das sorgt nur für Stress. Starte mit einfachen Entscheidungen. Entsorge alle abgelaufenen Kosmetika im Bad. Alle Kugelschreiber, die nicht mehr funktionieren. Oder alle Socken, die ihren Partner im Trockner verloren haben. Beschränke dich auf einen Bereich – eine Schublade, ein Regal, eine Oberfläche. Triff erst später schwierige Entscheidungen. Zum Beispiel, ob du deine Bücher aussortieren und auf eBooks umsteigen möchtest. Oder wie du mit Erinnerungsstücken umgehen möchtest. Wenn du soweit bist, dann schau dir unseren ultimativen Einsteiger Guide zum Ausmisten an.

Nicht nur in der Wohnung, sondern auch digital entrümpeln

Oft hat man sich gar nicht bewusst für einen Newsletter angemeldet, aber plötzlich bekommt man ihn jede Woche. Wenn du das nächste Mal einen unerwünschten Newsletter bekommst, scrolle direkt ans Ende der Email und suche nach dem “Unsubscribe” oder “Abbestellen” Button. Mit etwas Glück bist du mit einem Klick direkt wieder abgemeldet. So kannst du die Newsletterflut direkt im Keim ersticken. Digitaler Minimalismus ist schon fast wieder ein eigenes Thema. Deshalb zeigen wir dir in einem eigenen Artikel, wie du Minimalismus auch in deinem digitalen Leben umsetzen kannst.

Erlange die Kontrolle über deinen Einkauf zurück

Ausmisten und Entrümpeln ist schön und gut. Man gerät aber schnell in Versuchung direkt wieder neue Dinge zu kaufen. Wenn du minimalistisch leben möchtest, dann ist dein Konsumverhalten der Schlüssel zum Erfolg. Schreibe dir für deinen nächsten Einkauf im Supermarkt eine Einkaufsliste. Dieser Tipp mag banal klingen, aber es ist der erste Schritt in Richtung bewusster Konsum. Du wirst Impulskäufen leichter widerstehen und deine Geldbörse wird es dir danken 🙂 

Den Tipp kannst du auch anwenden, wenn du gerne shoppen gehst. Schreibe dir vorher auf, was du bei deinem Shopping-Ausflug erbeuten möchtest. Ein Paar neue Sneakers? Ein cooles Oberteil? Oder eine gute Jeans? Alles erlaubt. Aber schreibe dir genau ein Teil auf und stöbere dann zielorientiert. Dann hast du am Ende nur etwas zu Hause, was du auch wirklich haben wolltest. 

Minimalistisch leben heißt bewusster leben

Minimalistisch leben bedeutet mehr als nur Ballast abwerfen. Wenn man sich mit Büchern, Dokus und Artikeln zum Thema befasst, entsteht schnell der Eindruck, dass es um nichts anderes geht. Es geht aber auch darum, mehr Zeit zu schaffen, für die Menschen und Aktivitäten, die einem wichtig sind. Dinge binden unsere Zeit, weil sie benutzt werden wollen. Deshalb ist die Anzahl der Dinge in unserem Leben zu reduzieren, schonmal ein wichtiger Schritt. Es gibt da aber ein Ding, dass die meisten beim Ausmisten nicht loswerden. Und zwar das Smartphone. Dabei wage ich zu behaupten, dass es zu den größten Zeitdieben unter den materiellen Dingen gehört. Wenn du dein Smartphone nicht loswerden möchtest (wir haben unser Smartphone auch noch), dann nutze es bewusster.

Mache dir mit einer App bewusst, wie viele Stunden du dein Smartphone täglich benutzt. Bei iPhones und Android Phones sind solche Apps bereits vorinstalliert (iOS: Bildschirmzeit, Android: Digital Balance). Reflektiere, ob dich das wirklich glücklich macht oder, ob du deine Zeit lieber anders genutzt hättest. Mach dir klar, wie viele Tage du im Jahr auf sozialen Medien verbringst. Triff eine bewusste Entscheidung dein Smartphone einfach mal ein paar Stunden in einem anderen Raum zu lassen. Ich lasse mein Smartphone nach dem Aufstehen oft neben meinem Bett liegen und gehe dann erstmal in Ruhe frühstücken. Wenn dein Smartphone nicht dauerhaft in deinem Blickfeld liegt, greifst du seltener automatisiert danach. Digitales Entgiften sorgt dafür, dass du wieder selbst über deine Zeit bestimmen kannst. 

Verbringe Wartezeiten achtsamer

Widerstehe dem Drang bei jeder noch so kleinen Wartezeit automatisch auf dein Smartphone zu schauen. Wir merken das oft gar nicht bewusst, aber wir sind wirklich oft am Scrollen. Die meisten fühlen sich unwohl dabei, ohne Smartphone das Haus zu verlassen. Das Smartphone ist ja nicht nur für Unterhaltungszwecke erfunden worden, sondern auch um im Notfall jemanden erreichen zu können. Der vorherige Tipp – Smartphone aus den Augen aus dem Sinn – funktioniert unterwegs also nicht so wirklich. Du kannst aber für achtsame Alternativen sorgen. Nimm nicht nur dein Smartphone mit, sondern auch ein gutes Buch oder deine Kopfhörer. Höre beim Spazierengehen einen Podcast und achte auf jedes Wort. Pack dir ein Buch ein und lese etwas an der Bushaltestelle. Höre Musik während du an der Kasse stehst. Lausche einfach der Natur oder beobachte das geschäftige Treiben – je nachdem wo du gerade bist. 

Gegen den Strom leben ist minimalistisch

Für viele Menschen entsteht der Wunsch nach einem minimalistischen Leben auch, weil sie der Schnelllebigkeit und Reizflut der heutigen Welt entkommen möchten. Wenn du der Reizflut beim Einkaufen entgehen möchtest, dann gehe nächsten Samstag um 7 Uhr morgens einkaufen. Dann ist der Supermarkt menschenleer, während ein paar Stunden später die Hölle losbricht. Google zeigt dir an, wie stark bestimmte Orte zu verschiedenen Uhrzeiten besucht sind. Egal wo ich hingehe – sei es zum Supermarkt, Friseur, Schwimmbad – ich schaue immer vorher bei Google, wann die geringste Auslastung ist. Natürlich klappt das nicht immer, weil man oft zu den entspannten Zeiten selbst arbeiten muss. Aber manchmal fehlt einem auch nur das Wissen, wann der beste Zeitpunkt ist.

Einfacher geht’s nicht: Trinke nur Leitungswasser

Hier scheiden sich sicherlich die Geister. Manche können ohne Geschmack oder Sprudel in ihrem Getränk nicht leben. Wir kaufen zum Beispiel auch immer Mineralwasser im Getränkemarkt, weil Thomas schnödes Leitungswasser einfach unglücklich macht. Aber eigentlich nervt uns das Kistenschleppen, Leergut zurückbringen und der ganze Platz, der durch die Kisten verloren geht. Ich persönlich habe jahrelang einfach ein Glas auf meine Spüle gestellt und mir dort immer bei Bedarf Leitungswasser abgefüllt. Es schmeckt nicht spektakulär, aber irgendwie erwarte ich das von Getränken auch nicht. Geschmack ist mir nur bei Essen wichtig 😀 Für mich ist das super bequem. Es ist das gesündeste Getränk, es ist günstig, man kommt nicht schneller an sein Wasser, keine Autofahrt, kein Schleppen – perfekt. Versuche doch mal eine Woche nur Leitungswasser zu trinken und schau, ob es dein Leben vereinfacht.

Nimm dir jeden Abend 10 Minuten für deine Entspannung

Das ist nicht viel und passt wirklich in jeden Tag – egal wie beschäftigt du bist. Tatsächlich ist das umso wichtiger, je beschäftigter du bist. Es bleibt dir überlassen, ob du eine kurze Podcast Episode hörst, ein paar Seiten in einem Buch liest oder dich für ein paar Minuten sanft bewegst. Wir gehen manchmal 10 Minuten in der Nachbarschaft spazieren und genießen die Ruhe. Oder wir legen uns ein paar Minuten eher ins Bett und lauschen einem Hörbuch. Ich lese gern ein paar Seiten, muss dabei aber tatsächlich immer aufpassen, die 10 Minuten nicht zu sprengen. Wichtig ist, dass du dich zumindest ein paar Minuten vorm Schlafengehen von allen Bildschirmen löst und etwas zur Ruhe kommst.

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4 Gedanken zu „Minimalistisch leben – So kannst du noch heute anfangen

  1. mo

    Hast Du schon mal von Infused Water gehört? Damit kann man langweiliges Leitungswasser leckerer machen, wenn man Obst oder Beeren mit dem Wasser mischt. Es gibt da diverse Rezepte im Netz. Vielleicht wäre das eine einfache Variante, um nicht mehr Wasser kaufen zu müssen. Lg, mo 🙂

    1. genug team

      Hey Mo,

      danke für deinen Tipp!

      Was ist denn deine Lieblingszutat für Infused Water? Hast du auch einen Tipp, wie man die Zutaten hinterher noch gut verwerten kann?

      Ich muss sagen, dass ich auch schonmal von Infused Water gehört habe. Aber ich frage mich, ob so in Wasser eingelegtes Obst später noch gut schmeckt oder anders weiterverwertet werden kann? Wenn es da eine Möglichkeit gibt, wäre das tatsächlich eine ganz gute Alternative zum schnöden Leitungswasser für uns 🙂

      Liebe Grüße
      Jennifer

  2. mo

    Ich nehme gern Zitronenscheiben und Minze, wenn ich habe. Das machte sich bei der Hitze ganz gut. Die Scheiben kann man danach zwar noch ein bisschen auslutschen, aber das war’s dann auch. Beeren und Obst habe ich noch nicht ausprobiert, aber besonders Beeren sollen gut gehen und danach auch noch zu essen sein. Probiert es einfach mal aus.

    Liebe Grüße,
    mo

    1. genug team

      Ich glaube wir probieren mal Limette und Minze aus! Wenn wir Guacamole machen, dann kaufen wir immer so ein ganzes Netz Limetten und dann haben wir endlich mal Verwendung für die übrig gebliebenen! Minze stibitzen wir dann bei Thomas Eltern im Garten 😀 Aber Respekt, dass du Zitronen auslutschen kannst :O

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