Geschenke für Minimalisten, die wirklich ankommen

Geschenke für Minimalisten

Was für Geschenke eignen sich am besten für Minimalisten? Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, lasst euch von den folgenden Daumen-Regeln anleiten und euer Geschenk kommt garantiert an!

Anlass zu diesem Beitrag lieferte ein Leserbeitrag unter unserem Artikel zu den häufigsten Vorurteilen über Minimalisten. Renate-Maria vermisste dort das Vorurteil „Einem Minimalisten kann man nichts schenken!“ Sie hat absolut recht, dass es ein häufiges Vorurteil ist. Hier zeigen wir euch, wie man Minimalisten durchaus eine Freude machen kann!

Die Idee hinter dem Schenken

Am Anfang steht die Frage, warum beschenkt man jemanden? Die grundlegende Idee hinter Geschenken ist doch, jemandem eine Aufmerksamkeit zu geben. Und genau da haben wir es schon: Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung. Bereits an dieser Stelle sollte klar sein, dass man schenkt um jemandem zu  zeigen: “Hey du bist mir wichtig!” 

Natürlich ist dabei wichtig, in welchem Verhältnis man zu der beschenkten Person steht – ganz gleich ob Minimalist oder nicht. Einer guten Freundin wird man sicherlich andere Geschenke machen als langjährigen Arbeitskollegen. Besonders dann weil man bestimmte Wünsche von jemandem auch nur ab einer gewissen Vertrautheit wissen kann. Entscheidend ist dabei, dass der oder die Beschenkte nachvollziehen kann, dass man sich ernsthaft überlegt hat was genau man verschenkt. Mir persönlich ist das wesentlich wichtiger als die Frage, ob ich Süßigkeiten oder einen Ausflug bekomme.

Schenkt Minimalisten am besten niemals Deko

Natürlich gibt es auch Minimalisten die Deko mögen. Die meisten haben dabei allerdings sehr klare Vorstellungen und suchen am liebsten selbst alles aus. Wenn ihr jemanden lang und gut kennt, werdet ihr vielleicht wissen, dass ein ganz bestimmtes Bild oder Poster auf dem Wunschzettel steht. In diesem Fall kann man schließlich nichts falsch machen.

Minimalistisch lebende Menschen, die ich kenne, mögen Pflanzen, speziell als Geschenke. Allerdings eher selten Schnittblumen und mehr Topfpflanzen. Natürlich sind dabei auch alle Menschen verschieden und ich bezweifle sogar, dass die Mehrheit der Minimalisten Pflanzen als Geschenk bevorzugt – ich sage nur ich selbst kenne viele.

Ein ganz großen Bogen solltet ihr aber um Minikram machen, der im Grunde bei fast jedem in irgendeiner Schublade verrottet.

Ganz ehrlich; ich habe einen Schlüsselanhänger mit Band – mega praktisch – den habe ich mir vor fast 10 Jahren selbst gekauft. Weder brauche ich, noch will ich irgendeinen anderen. Was soll der Unfug von jedem noch so unbedeutenden Flohmarkt in jeder Tourismushochburg einen Schlüsselanhänger mitzubringen? Täte mein Bekanntenkreis das auch nur ein Jahr lang, hätte ich grob geschätzt 30 bis 50 davon. Wann soll ich die denn benutzen? 

Auch so Zeug wie Fußmatten, Mousepads, Tassen, Kerzenhalter und was weiß ich nutzt sich fast nie ab. Und man sorgt im Allgemeinen selbst für die Verfügbarkeit. Schenkt einem Minimalist wenn es geht nichts was er oder sie schon hat und gern weiterhin nutzt.

Vorsicht, wenn ihr Minimalisten Kleidung zum Geschenk machen wollt

Eigentlich gilt das nicht nur bei Minimalisten, dass ihr die Person und deren Geschmack dafür schon sehr gut kennen solltet. Kleidungsstücke können dann ein wirklich gutes Geschenk sein, vor allem weil viele Minimalisten Kleidung kaufen gar nicht mögen. Hier gibt es aber eine ganze Reihe von Stolperfallen und Fettnäpfchen, denen man besser ausweicht.

Schon wenn ihr überlegen müsst welche Art Kleidungsstück, ist das ein klares Anzeichen sich besser ein anderes Geschenk zu überlegen. Auch gut gemeinte Accessoires wie Schals und Mützen sind zwar praktisch, aber kommen nicht bei jedem gut an.

Insbesondere bei diesen Kleinigkeiten die man im Allgemeinen ganz gut verschenken kann gilt: Minimalistische Menschen haben meistens genau eine Mütze und einen Schal die sie gern benutzen, und dann ergibt es wenig Sinn ein weiteres Exemplar zum Geschenk zu machen.

Die Ausnahme bildet hier ein ganz bestimmtes Kleidungsstück, das er oder sie sich auf jeden Fall wünscht – sofern ihr Größe und Farbe ebenfalls genau kennt. Gibt diesen sehr konkreten Wunsch, dann kann man getrost zugreifen. Hier ein Beispiel aus meinem Leben: Ich hätte liebend gern noch einmal genau die Schuhe, die ich 2016 in Portugal zurücklassen musste. Es gibt in der Tat zumindest 3 Menschen die es genau wissen können welche Schuhe und die Chance haben mir dieses Geschenk zu machen.

Parfum, Creme und Duschgels als Geschenke für Minimalisten

Kosmetika und Badartikel im allgemeinen sind neben Kleidung am stärksten vom Geschmack der Person abhängig, die dieses Geschenk bekommen soll, genau wie bei Menschen die keine Minimalisten sind – dort eher noch ausgeprägter.

Es beginnt allein damit, ob man seinen Bedarf an Badartikeln am liebsten selbst aussucht und dabei ganz bestimmte Vorlieben hat. Ich persönlich freue mich immer über ein oder zwei Parfums an Weihnachten weil das meinen Jahresbedarf perfekt abdeckt

Dies liegt aber auch daran, dass ich mich meist schwer damit tue, weil ich es für gewöhnlich eher anstrengend finde in Drogerien und Parfümerien einzukaufen. Zum Glück habe ich Menschen in der Verwandtschaft, die bei solchen Dingen einen sehr zielsicheren Geschmack haben.

Bei Badartikeln handelt sich zudem um etwas, was man gebrauchen kann und einem bestimmten Zweck dient – ein großer Pluspunkt. Es sind zum größten Teil einfach Dinge des täglichen Bedarfs. Sie verbrauchen sich, und ich finde es praktisch, wenn ich mein Shampoo nicht selbst kaufen muss.

Es gibt Minimalisten die z.B. Parfum komplett vermeiden und einige die Kosmetika aller Art lieber selbst herstellen, in diesem Fall taugt es nicht als Geschenk. 

Hierbei ist lediglich zu beachten ob jemand besondere Bedürfnisse hat, z.B. selbst hergestelltes Duschgel oder Cremes. Wobei ich ehrlich zugebe, man sollte sich auch hierbei gern Gedanken um die nachhaltige Herstellung der Produkte machen. Für das vollständige Selbstherstellen fehlen mir allerdings Geduld und zum Teil auch das Wissen. Eventuell bietet sich aber an, notwendige Zutaten für die eigene Herstellung zu verschenken

Eine gern genommene Geschenkidee unter Minimalisten: Süßigkeiten und Essbares

Natürlich mag nicht jeder Süßigkeiten oder vermeidet sie aus gesundheitlichen Gründen. Wenn man sich überlegt wie viele Menschen an irgendeiner Form Allergie oder Intoleranz leiden, nicht zu vergessen Diabetes – sind Süßigkeiten immer nur dann gute Geschenke für Minimalisten, wenn sie diese auch ohne Risiko essen können.

Es gibt aber auch allerlei Essbares abseits von Schokolade, was als Geschenk genau richtig sein kann. Da wären Dinge wie Antipasti oder auch Öle und Soßen, die ebenfalls beim Beschenkten gut ankommen könnten. Nicht zu vergessen besondere Getränke, speziell Tee oder Kaffee.

Als Beispiel aus meinem Alltag sei nur mal gesagt, dass es Senfsorten gibt, die man nicht überall bekommt, und ich selbst oft den zusätzlichen Aufwand nicht auf mich nehme sie zu besorgen.

Außerdem mag ich ungesüßtes Lakritz,und auch da gibt es viele Sorten, die man nicht an jeder Ecke bekommt. Und solche Infos sind nun keine, die man lieber für sich behält, weil sie extrem intim wären.

Darüber hinaus gibt es auch Saatgut, was bei den Hobby-Gärtnern und Selbstversorgern unter den Minimalisten als Geschenk sicher gut ankommt. Wenn ihr so etwas über einen jemanden wisst, habt ihr das perfekte Geschenk. 

Das absolut beste Geschenk für fast alle Minimalisten: Erlebnisse und Ausflüge

Auch leicht in Erfahrung zu bringen – zumindest bei Familie oder Freundeskreis – was die Person gern in ihrer freien Zeit unternimmt. Hier kommen wir zum besten Geschenk für Minimalisten überhaupt: Zeit.

Besonders Zeit mit hoher Qualität, wo man sich wirklich den Freiraum dafür nimmt, etwas gemeinsam zu unternehmen, ganz egal ob Partner, Familie oder Freunde.

Ob Theater oder Kino, Restaurant oder auch Wandern im Wald, gerade wenn die Organisation bereits erledigt ist, macht ihr jedem der minimalistisch lebt eine große Freude.

Darüber hinaus gehe ich für meinen Teil extrem gern Schwimmen oder Wandern und verbringe ebenfalls gern Zeit mit schöpferischen Dingen wie Musik. Das Wichtigste: Ihr verschenkt Zeit statt Kram – und man muss dabei nicht zwangsläufig Unsummen ausgeben.

Man kann auch heute noch in vielen Ländern Camping oder Zelturlaub machen ohne das man sich an bestimmte Plätze halten muss. Nicht zu vergessen kleine Hütten auf dem Land.

Es muss aber auch nicht immer ein Ausflug mit Übernachtung sein, ich denke egal wo man lebt, hat man irgendein interessantes Ausflugsziel abseits von Innenstädten und den allgemein bekannten Attraktionen. Ich war zum Beispiel vor vielen Jahren einen Tag in Pisa. Und es hat ein Stück außerhalb mehr zu bieten als nur den schiefen Turm – speziell in den Punkten Ruhe und Gemütlichkeit.

Ich selbst habe mal einen Abend “Ölgemälde auf Leinwand malen” bekommen, und das war ein cooles Erlebnis. Man tut gemeinsam etwas Kreatives und lernt dabei etwas über sich selbst und auch über die Menschen mit denen man es gemeinsam tut.

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