Glücklich durch Minimalismus [Glücksagent – Blogparade]

Glücklich durch Minimalismus

Auf ihrem Blog Glücksagent hat Marie zur Teilnahme an einer Blogparade zum Thema Glücklich sein und Glück verteilen aufgerufen. Wir verbinden das Thema stark mit unserem minimalistischen Lebensstil und möchten deshalb mit unserem Beitrag “Glücklich durch Minimalismus” eine eigene Perspektive zu ihrer Blogparade beisteuern.

Warum macht Minimalismus uns glücklich?

Ein minimalistischer Lebensstil wird häufig erstmal mit Verzicht gleichgesetzt und das klingt natürlich gar nicht nach Glück. Wer sich aber intensiver damit beschäftigt, was Minimalismus eigentlich ist, stellt fest, dass es wortwörtlich um mehr geht. Bei Minimalismus geht es darum, sich von unnötigem Ballast im Leben zu trennen, um mehr Raum zu schaffen, für das was einem wichtig ist.

Was ist uns wichtig im Leben?

Bevor wir uns von unnötigem Ballast trennen konnten, war es für uns wichtig zu wissen, wofür wir eigentlich mehr Platz in unserem Leben schaffen wollen. Für uns persönlich waren die folgenden Punkte am wichtigsten:

  • Mehr Zeit für uns zwei am Wochenende
  • Mehr Zeit für die Dinge, die wir schon immer lernen wollten (z.B. Norwegisch, Zeichnen, …)
  • Mehr Entspannung nach Feierabend
  • Mehr Kontakt zu den Freunden und Familienmitgliedern, die uns wirklich gut tun
  • Genügend Geld, um eines Tages gemeinsam in einem Tiny House wohnen zu können

Was heißt unnötiger Ballast für uns?

Erst als wir wussten, was uns eigentlich wichtig ist, konnten wir auch definieren, was wir als unnötigen Ballast empfinden. Oder in anderen Worten: Was lenkt uns vom Wesentlichen in unserem Leben ab? Was steht unserem Glück im Weg?

  • Materielle Gegenstände, die wir schon seit Jahren nicht mehr benutzt haben (z.B. Hunderte Tupperdosen)
  • Materielle Gegenstände, die uns einfach nicht glücklich machen (z.B. die Jeans, die uns vermutlich nie wieder passen wird, uns aber trotzdem immer anklagend anschaut)
  • Beziehungen, die uns immer nur Energie abverlangen, ohne etwas zurückzugeben (z.B. die Freunde, die sich immer nur dann melden, wenn sie etwas von einem brauchen)
  • Soziale Freizeitaktivitäten, an denen man vor allem aus Höflichkeit teilnimmt (z.B. die Familienfeier zum 80. Geburtstag von einem entfernten Verwandten)
  • Haushaltsaktivitäten, die einen nach Feierabend stressen (z.B. Einkaufen, Staub saugen, …)
  • Finanzielle Ausgaben für Dinge, die wir dann doch viel zu selten nutzen (z.B. der neue Smoothie-Mixer)

Wir sind neugierig, was ihr denkt: Schreibt uns in den Kommentaren, was für euch unnötiger Ballast ist und, was euch im Leben am wichtigsten ist!

Unser Weg zum Glück durch Minimalismus

Trennung von materiellen Gegenständen

Was haben wir getan, um uns von unnötigem Ballast zu befreien und Platz für mehr Glück in unserem Leben zu machen? Zuerst haben wir uns von materiellen Dingen getrennt, die wir schon länger als 1 Jahr nicht mehr benutzt haben. Erst hinterher wurde uns klar, dass wir vorher unheimlich viel Zeit damit verbracht haben, diese ungenutzten Gegenstände hin- und herzuräumen. Nie war genug Platz und auch beim Aufräumen stand ständig alles im Weg. Gleichzeitig können wir durch Minimalismus Geld sparen, da wir auch viel bewusster konsumieren als vorher. Man will ja nicht ständig eine Riesen-Entrümpel-Aktion starten, deshalb überlegen wir nun schon vor dem Kauf, ob uns eine neue Anschaffung wirklich glücklicher machen wird.

Beenden von Beziehungen

Viele Guides zum Einstieg in den Minimalismus fokussieren sich vor allem auf das Ausmisten von materiellen Gegenständen. Wir haben aber auch darüber reflektiert, welche Beziehungen uns wirklich glücklich machen. Freundschaften zu beenden ist nicht ganz so einfach und macht am Anfang auch erstmal gar nicht glücklich. Für uns war das aber wichtig, da wir so wieder mehr Zeit für die Menschen haben, die uns wirklich gut tun. Genauso haben wir auch an unsere Familie kommuniziert, dass wir nicht mehr zu Familienfeiern kommen möchten. Auch das war kein leichter Schritt, der uns aber am Ende glücklicher gemacht hat. Stattdessen kommen wir nun lieber bei unseren engsten Familienmitgliedern einfach mal zum Kaffee vorbei statt immer nur dann, wenn es einen Anlass gibt (z.B. einen runden Geburtstag).

Verbannen von Arbeit in der Freizeit

Bisher wohnen wir nicht zusammen, sondern können immer nur am Wochenende Zeit miteinander verbringen. Gleichzeitig haben wir beide Jobs, in denen auch am Wochenende bei uns E-Mails eintrudeln. Insbesondere ich gerate dann immer leicht in Versuchung, mir die E-Mails durchzulesen und dann noch an einem Samstag mal schnell was für die Arbeit zu erledigen. So schnell ist das Ganze nur meistens nicht erledigt. Deshalb versuche ich Minimalismus auch in meinem digitalen Leben umzusetzen. Meistens lasse ich mein Handy am Wochenende einfach in einem anderen Zimmer liegen und befasse mich dann erst am Montag wieder mit der Arbeit.

Genauso versuchen wir uns in der Freizeit weniger mit für uns lästigen Pflichtaktivitäten zu befassen wie Einkaufen oder Aufräumen. Wir planen deshalb immer im Voraus, was wir beim wöchentlichen Großeinkauf einpacken sollten, damit wir nicht mehrmals in der Woche kleinere Einkäufe machen müssen. Beim Aufräumen hilft Minimalismus auch enorm den Aufwand zu verringern – durch weniger Gegenstände gibt es einfach viel mehr freie Fläche, die sich einfacher in Ordnung halten lässt. Und manchmal sind wir vielleicht auch weniger perfektionistisch und denken uns: Es gibt wichtigeres als unbedingt noch heute Staub zu saugen.

Wie jeder ein bisschen glücklicher durch Minimalismus werden kann

Minimalismus hat uns persönlich glücklicher gemacht. Vor allem dadurch, dass wir uns stärker auf gemeinsame Erlebnisse als auf materielle Gegenstände fokussieren. Trotzdem fängt jetzt vermutlich nicht jeder an, sein ganzes Leben umzukrempeln. Zum Schluss haben wir für euch deshalb ein paar unserer Minimalismus-Tipps für mehr Glück im Leben gesammelt, die ihr leicht umsetzen könnt.

  • Morgens nicht direkt die Benachrichtigungen auf dem Handy checken, sondern einfach nur einen Kaffee oder Tee genießen
  • Gemeinsam mit Familie oder Freunden zu Abend essen, ohne dass jemand dabei sein Handy benutzt
  • Spazieren gehen und dabei ein Gespräch führen statt Fernseh- oder Netflix-Inhalte zu konsumieren
  • Dem Partner öfter mal einen lieben Brief schreiben statt etwas Materielles zu schenken
  • An Weihnachten und Geburtstagen gemeinsame Zeit statt Zeug verschenken

Jennifer & Thomas

Ein Gedanke zu „Glücklich durch Minimalismus [Glücksagent – Blogparade]

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