Minimalismus Adventskalender: 5 Ideen für bewussten Konsum und Nachhaltigkeit im Advent

Nachhaltiger Minimalismus-Adventskalender

Wer einen minimalistischen Lebensstil pflegt, wird jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf eine harte Probe gestellt. Es gibt Adventskalender, Weihnachtsmärkte, Nikolausgeschenke, Wichtelgeschenke, Weihnachtsgeschenke – kurzum, es gibt keine Zeit im Jahr, in der so viel konsumiert wird. Auch viele Minimalisten freuen sich auf Weihnachten, legen aber gleichzeitig Wert auf bewussten Konsum und Nachhaltigkeit. In diesem Artikel fragen wir uns: Wie kann ein Adventskalender aussehen, der mit Minimalismus als Lebensstil im Einklang steht?

Denn der handelsübliche Adventskalender steht erstmal in einem ziemlichen Widerspruch zu einer minimalistischen Lebensweise. Der typische Kalender enthält 24 Kleinigkeiten zum Beispiel in Form von Süßigkeiten, Beauty-Produkten oder Spielzeugen. Bei 24 Produkten ist sicherlich auch das ein oder andere dabei, was einem nicht gefällt oder woran kein Bedarf besteht. Zusätzlich fällt bei der Entsorgung des Kalenders eine Menge Müll an, nicht zuletzt, weil die enthaltenen Produkte häufig einzeln in Plastik verpackt sind. Wir haben uns deshalb für euch im Netz nach Ideen für minimalistische und nachhaltige Adventskalender umgesehen!

5 Ideen für nachhaltige Minimalismus Adventskalender

1 Der Adventskalender für Minimalismus-Einsteiger

Du möchtest die besinnliche Zeit nutzen und Schritt für Schritt mit Minimalismus anfangen? Dann ist der Adventskalender Zero – 24 mal weniger ist mehr vielleicht genau das Richtige für dich. Der Kalender kommt in Buchform daher und verspricht jeden Tag eine Anregung zum Entrümpeln, Entschlacken und Entspannen. Wer komplett auf einen materiellen Adventskalender verzichten will, kann in der Adventszeit auch einfach eine Minimalismus Challenge durchziehen. Die 31-Tage-Challenge beschäftigt dich dann sogar bis Silvester oder du kürzt die Challenge einfach auf 24 Tage.   

2 Der Zeit-statt-Zeug-Adventskalender

Minimalisten reduzieren unnötigen Ballast, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihnen wichtig sind. Für viele bedeutet das, mehr Zeit für Familie und Freunde oder auch für die eigenen Hobbies. Die Adventszeit ist ideal, um sich auf diesen Minimalismus-Grundsatz zu besinnen. Besonders schön finden wir zum Beispiel Philipps Idee für einen minimalistischen Adventskalender. Im hektischen Alltag melden wir uns manchmal nicht oft genug bei den Menschen, die uns eigentlich wichtig sind. Er schlägt deshalb vor 24 Namen auf eine Karte zu schreiben. Jeden Tag ziehst du dann eine der Karten und rufst den Menschen an oder schreibst ihm einen Brief. So dient der Advent dazu wieder eine engere Verbindung mit den Menschen aufzubauen, die du schon viel zu lange nicht mehr kontaktiert hast.

Toll finden wir auch im Advent gemeinsame Zeit zu verschenken. Auf der Website Zeit statt Zeug findest du jede Menge Gutscheine wie zum Beispiel “Zoobesuch statt Stofftier”, “Nackenmassage statt Schal” oder “Waldluft statt Parfüm”. Das Projekt wurde aus Überzeugung ins Leben gerufen und die Gutscheine kosten dich nichts. Wähle einfach einen Gutschein aus, lege einen konkreten Termin fest und schon wird der Gutschein an die gewünschte Person verschickt!

3 Der umgekehrte Adventskalender

Wer in der Adventszeit auf jeglichen Konsum verzichten möchte, kann sich auch darauf fokussieren, anderen eine Freude zu machen. Eine schöne Idee ist in dieser Hinsicht der umgekehrte Adventskalender von smarticular. Alles beginnt mit einer leeren Box am Anfang des Advents. Jeden Tag legst du nun zum Beispiel einen Hygieneartikel, ein paar warme Socken oder ein haltbares Lebensmittel wie eine Dose Hühnersuppe hinein. An Weihnachten kannst du die Kiste dann als Sachspende bei einer karitativen Einrichtung abgeben. 

4 Der nachhaltige Adventskalender

Für Minimalisten, die besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit legen und sich dennoch über materielle Kleinigkeiten freuen, bietet sich ein vollkommen plastikfreier Adventskalender an. Auf dem Blog MamaDenkt findet ihr jede Menge minimalistische und nachhaltige Adventskalender-Ideen. Sehr nachhaltig finden wir die Idee im Laufe des Jahres einfach 24 Schraubgläser zu sammeln und diese als Verpackung für die Kleinigkeiten im Advent zu benutzen. Viele nachhaltige Minimalisten besitzen ohnehin viele Schraubgläser, da sie gerne in Unverpackt Läden einkaufen. Dort lassen sich auch jede Menge Inhalte für den nachhaltigen Adventskalender besorgen z.B. loser Tee oder verschiedene Müsli-Zusammenstellungen. Als Füllung für die Schraubgläser bieten sich auch selbstgemachte (vegane) Aufstriche oder Pralinen an. Weitere Anregungen für plastikfreie Adventskalender-Kleinigkeiten gibt es auf den Nachhaltigkeitsblogs waste less hero, CareElite und face the waste.

5 Der Zero Waste Familien-Adventskalender

Insbesondere in der Weihnachtszeit stellt sich für viele Minimalisten die Frage, inwiefern man seine Familie ebenfalls in einen minimalistischen Lebensstil miteinbezieht. Wer selbst bewusst und nachhaltig lebt, möchte seinen Kindern vielleicht auch nicht unbedingt einen Adventskalender mit Plastikspielzeug kaufen. Die Zero Waste Familie stellt auf ihrem Blog einige minimalistische Alternativen zum klassischen Adventskalender vor. Besonders gut gefällt uns die Idee, jeden Tag im Advent gemeinsam Zeit als Familie zu verbringen. Der Adventskalender könnte zum Beispiel ein Buch mit 24 Kurzgeschichten oder auch eine Serie mit 24 Folgen sein. Jeden Tag wird dann eine Geschichte vorgelesen oder gemeinsam eine Folge geschaut.

2 Gedanken zu „Minimalismus Adventskalender: 5 Ideen für bewussten Konsum und Nachhaltigkeit im Advent

  1. Philipp

    Hallo Jennifer und Thomas,

    vielen Dank für diesen Beitrag und die Verlinkung. Da sind einige schöne Ideen dabei! Welche Variante ich dieses Jahr wähle, überlege ich mir noch. Welcher ist denn euer Favorit?

    „Viele nachhaltige Minimalisten besitzen ohnehin viele Schraubgläser, da sie gerne in Unverpackt Läden einkaufen.“ —> Ja, meine Gläsersammlung ist tatsächlich nicht mehr so überschaubar.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Philipp

    1. genug team

      Hallo Philipp,

      lieben Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Zu uns passt „Zeit statt Zeug“ glaube ich am besten. Wir wohnen nur am Wochenende zusammen und diesen Advent bin ich auch noch berufsbedingt eine Woche in Norwegen. Deshalb ist uns bewusst gemeinsam Zeit verbringen gerade am wichtigsten 🙂 Vielleicht wird es dann auch gar kein 24-Tage-Kalender, sondern eher so ein 4-Wochenenden-Kalender!

      Liebe Grüße
      Jennifer

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