Mit Minimalismus Geld sparen – So funktioniert’s

Mit Minimalismus Geld sparen

Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für einen minimalistischen Lebensstil. Für einige Menschen bedeutet Minimalismus durch weniger Konsum Geld zu sparen. Andere Minimalismus-Typen legen eher Wert auf ein ästhetisches, aufgeräumtes Zuhause oder möchten nachhaltiger leben. Alle Minimalismus-Typen haben jedoch gemeinsam, dass sie ihr Konsumverhalten grundlegend ändern. 

Und deshalb spart man durch Minimalismus fast wie von selbst Geld

Man kauft nur Gegenstände, die man wirklich braucht oder, die einem wirklich Freude bereiten

Am Anfang eines minimalistischen Lebensstils steht oft das große Entrümpeln und Ausmisten. Wer mit Minimalismus anfangen will, hat dann zum ersten Mal seinen gesamten unnötigen Ballast klar vor Augen. Man stellt dann auch fest, dass man leider kaum noch Geld bekommt für die einst teuer angeschafften Kleidungsstücke, Bücher, DVDs, usw. Für mich war dadurch klar: In Zukunft kaufe ich nur noch Gegenstände, die ich wirklich brauche oder, die mir Freude bereiten.

Und dadurch spare ich mit Minimalismus jede Menge Geld. Zuerst sind da natürlich die offensichtlichen Anschaffungskosten. Darüber hinaus fallen für materielle Dinge aber auch Wartungs-, Betriebs- und Entsorgungskosten an. Ein Teil mehr oder weniger macht da sicher keinen Unterschied, aber in der Masse merkt man die Ersparnis durchaus. 

Es gilt also vor allem Impulskäufe zu vermeiden, indem wir bewusster einkaufen. Dabei hilft es, wenn man Einkaufen wieder ein Stück “unbequemer” macht. Statt mit EC-Karte zu bezahlen, einfach mal wieder eine feste Menge Bargeld mitnehmen und versuchen damit auszukommen. Oder auch online nicht überall die Kreditkarten-Daten eingespeichert lassen, sondern diese bei jedem Kauf erneut eingeben. 

Im Supermarkt eignet sich eine Einkaufsliste, um verlockenden Angeboten zu widerstehen. Bei allen anderen Dingen bietet sich eine Wunschliste an, die man sich dann nach einer Frist nochmal anguckt. Wenn ich etwas nach einem Monat immer noch dringend haben möchte, dann kaufe ich es mir auch. Bei vielen Dingen erledigt sich der Wunsch aber auch mit der Zeit von selbst. 

Gegenstände leihen, reparieren oder selber machen statt kaufen

Es gibt hin und wieder Gegenstände, die man zwar braucht, aber eher unregelmäßig. Zum Beispiel einen Akkuschrauber. Viele Minimalisten verzichten darauf, Gegenstände zu kaufen, die den größten Teil des Jahres im Keller gelagert werden. Stattdessen kann man einfach mal nett in der Nachbarschaft rumfragen. 

Dann gibt es noch Bücher und DVDs, die man meistens dann doch nur einmal konsumiert. Für alle, die sich mit eBook-Readern nicht so recht anfreunden können, empfehle ich mal in der örtlichen Bücherei vorbeizuschauen. Manche Büchereien sind erstaunlich gut mit der Zeit gegangen und bieten eine große Auswahl an aktuellen Büchern, Filmen und Serien.

Vielen Minimalisten liegt auch Nachhaltigkeit am Herzen und nicht immer nur das Geld sparen allein. Deshalb versuchen sie die Lebensdauer von Gegenständen so lang wie möglich zu halten. Das fängt bereits bei der Kaufentscheidung an. Eine zuerst höhere Investition in qualitativ hochwertige Kleidung oder elektronische Geräte zahlt sich langfristig aus. Wenn dann doch einmal etwas kaputt geht, dann gibt es zum Glück YouTube. Dort gibt es mittlerweile so viele nützliche Tutorials, dass man mit etwas Geschick wirklich sehr viel für kleines Geld selbst reparieren kann. 

Insbesondere nachhaltige Minimalisten stellen auch viele Gegenstände selbst her, um beispielsweise unnötige Plastikverpackungen zu vermeiden. Folge uns auf Pinterest – dort sammeln wir für dich kostengünstige DIY-Rezepte für Naturkosmetik, Shampoo, Seife, Reinigungsmittel, Waschmittel, und mehr.

Man benötigt man weniger Wohnraum, wenn man weniger besitzt

Materielle Dinge verursachen nicht nur Anschaffungs-, Wartungs-, Betriebs- und Entsorgungskosten, sondern nehmen auch jede Menge Platz in Anspruch. Wer sich bewusst von unnötigem Ballast befreit, der benötigt keinen Abstellraum, Keller oder Dachboden mehr. In vielen Fällen stehen sogar ganze Schränke und Regale plötzlich leer und man merkt, dass man locker mit weniger Quadratmetern auskommen kann.

Neben dem Auto gehört das Wohnen zu den größten Kostenverursachern. Wer durch Minimalismus also in eine kleinere Wohnung ziehen kann, spart Geld. Auf diese Weise kommen Minimalisten einem Leben ohne Geldsorgen ein Stück näher. Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, dann denke doch darüber nach ein Tiny House zu bauen.

Geld sparen durch digitalen Minimalismus

Im Internet begegnen wir ständig Werbung, die durch clevere Algorithmen wie perfekt auf uns zugeschnitten ist. Indem wir Minimalismus auch in unserem digitalen Leben umsetzen, setzen wir uns seltener personalisierter Werbung aus. In den meisten sozialen Medien verstecken sich Einstellungen, um personalisierte Werbeanzeigen auszuschalten. Außerdem gibt es in den meisten E-Mail-Newslettern unten einen kleinen Link zum Abbestellen. 

Manche Minimalisten sparen zusätzlich Geld, indem sie auf einen Handy-Vertrag verzichten. Da es heute an vielen Orten kostenloses WLAN gibt, ist man auch mit einer Prepaid-Karte die meiste Zeit vernetzt. Außerdem lohnt es sich von Zeit zu Zeit seine digitalen Abos durchzugehen. Lohnt sich eine Verlängerung oder habe ich mein Abo in der letzten Zeit gar nicht mehr genutzt? Brauche ich wirklich mehrere Streaming-Dienste oder reicht vielleicht auch einer? 

Was macht man mit dem Geld, das man durch Minimalismus gespart hat?

Zusammengefasst: Durch bewusstes Konsumverhalten spart Minimalismus erstmal Geld. Die Frage ist, was mache ich damit? Natürlich kann ich das Geld geschickt anlegen und auf diese Weise an meiner Altersvorsorge arbeiten. Am Ende bleibt aber gar nicht bei allen Minimalismus-Typen auch tatsächlich Geld übrig.

Manche Minimalisten investieren zum Beispiel bewusst an anderen Stellen mehr – in hochwertige digitale Geräte, teure Designer-Möbel, Bio-Lebensmittel oder fair hergestellte Kleidung. Andere Minimalisten reduzieren ihre Lebenskosten und im Anschluss auch ihre Arbeitstage pro Woche. Dadurch haben sie dann letztendlich nicht mehr Geld, aber dafür mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbies. Was man auch immer mit seinem gesparten Geld macht – in jedem Fall bekomme ich mehr von dem, was mir wichtig ist.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.