Mit diesen 7 Tipps setzt du Minimalismus auch in deinem digitalen Leben um

Sammlung digitaler Geräte

Minimalismus heißt Fokussieren aufs Wesentliche. Viele fangen mit Minimalismus in ihrer Wohnung an. Dabei kann man sich in verschiedenen Bereichen aufs Wesentliche fokussieren, z.B. auch digital.

Beim Wohnung ausmisten werden Unterhaltungsmedien wie Fotos, Filme, Musik und Bücher häufig digitalisiert. Das heißt jedoch, dass wir gar nicht wirklich reduzieren, sondern das eigentliche Problem nur auf eine Festplatte oder Speicherkarte verschieben.

Natürlich nehmen unsere Besitztümer nicht mehr so viel Volumen ein, aber in unserem digitalen Leben beschäftigen sie uns weiter. Mit den folgenden Tipps schaffst du wieder mehr Klarheit in deinem digitalen Leben!

Reduziere die Anzahl deiner technischen Geräte

Brauchst du wirklich einen Desktop-PC, ein Laptop, Tablet, Smartphone, Ebook-Reader, und so weiter? Reflektiere einmal wie häufig und für welche Zwecke du deine Geräte üblicherweise nutzt. Eventuell stellst du fest, dass ein Gerät bereits den Zweck eines anderen erfüllt. Wenn du die Anzahl deiner technischen Geräte reduzieren kannst, sparst du dir Wartungszeiten und im heutigen Zeitalter vor allem auch Zeit, die für Updates draufgeht.

Deinstalliere wenig genutzte Apps und Programme

Weißt du überhaupt, welche Apps und Programme gerade auf deinen Geräten installiert sind? Nimm dir die Zeit und schau die Liste deiner installierten Apps und Programme durch. Welche hast du schon ewig nicht mehr benutzt? Gibt es vielleicht bessere Alternativen, die gleich mehrere Funktionen vereinen?

Lösche nicht mehr genutzte Accounts

Egal ob Social Media, Online Games oder andere Dienste – nur selten trifft man die bewusste Entscheidung den Dienst nicht mehr zu nutzen und löscht dann direkt seinen Account. Viel häufiger nutzt man einen Dienst mit der Zeit immer weniger bis man dann vergessen hat, dass man noch einen Account hat.

Gehe am besten deine Emails von hinten nach vorne durch – es kann auch helfen nach dem Wort “Account” oder “Registrierung” zu suchen. Da man in der Regel eine Mail zur Account-Verifizierung geschickt bekommt, findet man so leicht heraus, wo man überall einen Account hat. Gehe nun auf die entsprechende Website und finde heraus, wie du deinen Account löschen kannst. Häufig geht das in den Konto-Einstellungen, manchmal ist allerdings auch eine Kontaktanfrage an das Support-Team nötig.

Melde dich von Newslettern ab

Wenn du schon in deinem Email-Konto bist, kannst du auch direkt die Gelegenheit nutzen, um dich von Newslettern abzumelden. Es gibt ein paar Newsletter, die ich wirklich mag, aber einige haben sich dann als nerviger herausgestellt als anfangs erwartet. Oder man wurde bei der Erstellung eines Accounts oder bei der Installation automatisch für einen Newsletter angemeldet, ohne es gemerkt zu haben. Durchsuche deine Emails am besten nach dem Wort “Newsletter”. Häufig steht ganz unten im Kleingedruckten ein Link “Newsletter abbestellen”. 

Speichere weniger Unterhaltungsmedien auf deiner Festplatte

Insbesondere in Zeiten von Instagram, Snapchat und Co. sammeln sich vor allem auf unseren Handys extrem viele Fotos an. Man macht ja selten nur ein Foto, sondern gleich mehrere, um später das Beste für seine Social-Media-Kanäle aussuchen zu können. Da will man allerdings nicht durchscrollen, wenn man in Erinnerungen an seinen letzten Urlaub schwelgen möchte. Für mich ist Instagram inzwischen sowas wie mein Fotoalbum geworden und auf meinem Handy lösche ich das meiste wieder. Wer nicht alles auf Instagram teilen möchte, kann auch auf seinem Handy öfter mal aussortieren und Ordner anlegen.

Im Falle von eBooks lösche ich Bücher meist wieder, sobald ich sie gelesen habe. Sollte man ein Buch doch nochmal lesen wollen, lässt es sich ja jederzeit wieder kostenlos herunterladen. Auf diese Weise behält man in seiner Bibliothek leicht die Übersicht, welche Bücher man in der nächsten Zeit wirklich noch lesen möchte.

Im Zeitalter von Streaming-Diensten sind auch externe Festplatten voller Musik und Filme nicht mehr überlebenswichtig. Lediglich meine Lieblingsplaylists lade ich über Streaming-Dienste herunter, sodass sie unterwegs offline verfügbar sind.

Schalte Benachrichtigungen aus

Auf dem Handy werden standardmäßig bei jeder App Benachrichtigungen aktiviert. Wenn unser Handy ständig vibriert oder aufleuchtet, lenkt uns das ab. Nur damit wir dann feststellen, dass gar nichts Weltbewegendes passiert ist, sondern lediglich ein neues Katzenfoto auf Facebook geposted wurde. 

Eine radikale Lösung ist einfach alle Benachrichtigungen zu deaktivieren. Stattdessen können wir uns bestimmte Zeitfenster für das Checken von Nachrichten und Social Media erlauben. Ich nutze ganz gerne das Warten an Bushaltestellen dafür. Wer Anrufe und Nachrichten aus Instant-Messengern nicht verpassen will, aktiviert dafür einfach gezielt wieder Benachrichtigungen.

Das Wichtigste: Erkenne deine Nutzungsmuster

Die Nutzung von Internet und Smartphone ist bei mir zu einer regelrecht automatisierten Handlung geworden. Vielleicht erkennst du dich darin wieder: Morgen nach dem Aufstehen im Bett erstmal Social-Media-Kanäle abchecken. Beim Frühstücken durch die Nachrichten des Tages scrollen. Unterwegs beim Warten an der Bushaltestelle, am Bahnhof oder sogar an der roten Ampel nochmal schauen, was es Neues gibt. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich ohne nachzudenken durch Facebook scrolle. Am Ende bin ich sogar genervt, weil es gar nicht wirklich Neues gibt. Ich könnte gar nicht beantworten, wie viele Minuten oder Stunden ich am Tag im Internet surfe.

Das Thema wird auch in der Serie “Black Mirror” (Staffel 5, Episode 2: “Smithereens”) aufgegriffen – sehr empfehlenswert. Es hilft sehr, sich dieser automatisierten Nutzungsmuster bewusst zu werden. Du kannst dafür verschiedene Apps nutzen, die deine Smartphone-Nutzung aufzeichnen. So kannst du reflektieren, wie häufig du welche Apps nutzt und, ob du deine Nutzungsmuster ändern möchtest.

gaenugteam-Autor: Jennifer

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