Hilfreiche Gewohnheiten im Berufsalltag

Als ich begann mich für Minimalismus zu interessieren, dachte ich, dass minimalistisch leben automatisch mit einem ordentlichen Zuhause einhergeht. Weniger zu besitzen, heißt doch auch, weniger aufräumen zu müssen. Ich stellte aber fest, dass sich im Berufsalltag eine Sache auch durch Minimalismus allein nicht ändert sondern mit Gewohnheiten die helfen. 

Der Berufsalltag fordert Energie und nach Schichtdienst oder einem langen Tag mit Überstunden ist es nicht so leicht sich auch noch zum Aufräumen zu motivieren. Vielleicht kennt ihr das auch und fragt euch, wie sich das Bedürfnis nach Ordnung mit dem Arbeitsalltag in Einklang bringen lässt. 

Die Macht der Gewohnheit

Für mich persönlich habe ich erkannt, dass Gewohnheiten entscheidend sind. Ein gutes Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung ist die Jacke, wenn man nach Hause kommt. Ich hatte immer die Angewohnheit meine Jacke über den erstbesten Stuhl zu werfen, wenn ich nach Hause kam.

Das führte dazu, dass ich mehrfach in der Woche zunächst die Jacke suchen musste, bevor ich das Haus verlassen konnte. Euch passiert das vielleicht mit eurem Schlüssel oder eurer Brille. Für mich war es deutlich leichter meine Jacke direkt an den vorgesehenen Platz zu hängen, als mir bewusst wurde, wie viel Zeit und Energie das Verlegen von Gegenständen kostet.

Der Preis der Nachlässigkeit also nicht Hilfreicher Gewohnheiten, besonders im Berufsalltag.

Werfe ich meine Jacke über irgendeinen Stuhl, passiert zunächst mal nichts – bis ich sie am nächsten Tag suchen muss. Selbst wenn das im meinem Berufsalltag nur 2x in der Woche vorkommt und ich lediglich 3 Minuten mit der Suche verbringe, ergibt sich hier im Verlauf eines Jahres eine Summe von 5 Stunden verschwendeter Lebenszeit, die ich mit einer Gewohnheit, die hilft sparen könnte. Statt morgens meine Jacke zu suchen, hätte ich eigentlich lieber mehr Zeit für meinen täglichen Morgen-Kaffee vor der Arbeit.

Das Suchen der Jacke nimmt nicht nur Zeit in Anspruch. Es sorgt auch dafür, dass ich mich schon kurz nach dem Aufstehen gestresst fühle. Und nichts garantiert mir so sehr einen schlechten Tag, wie Stress am frühen Morgen. Was kann man also machen?

Hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel

Insbesondere wenn sich die innere Batterie schon zu einem großen Teil entleert hat, neigt man dazu auf Autopilot zu schalten. So kann es immer wieder passieren, dass man seine Jacke nach Feierabend irgendwo ablegt und sich später nicht mehr bewusst daran erinnern kann.

Die positiven Auswirkungen von Minimalismus kommen jedoch nur zur Geltung, wenn wir bewusste Entscheidungen treffen. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder aufs Neue. Genau auf diese weise entsteht die Gewohnheit, die mir im Berufsalltag hilft.

Ich muss also erkennen, dass mir das Suchen meiner Jacke morgens jedes Mal nichts als Ärger bringt. Deshalb treffe ich bewusst die Entscheidung, meine Jacke in Zukunft immer direkt an ihren vorgesehenen Platz zu hängen. Nach spätestens 3 bis 4 Wochen wird unser innerer Autopilot ganz genauso handeln, sogar wenn wir müde und erschöpft sind.

Mit dem Vollzeit-Job

Man darf sich nur nicht zu viel vornehmen. Wer nach einem langen Arbeitstag versucht, all seine schlechten Angewohnheiten gleichzeitig zu ändern, dem wird die Energie dafür fehlen. Es ist genug, sich erstmal eine Angewohnheit vorzunehmen.

Tisch mit Utensilien für einen entspannten Start in den Tag

Hilfreiche Gewohnheiten verbessern gerade die kleinen Details auf lange Sicht im Berufsalltag spürbar. Jedem Gegenstand einen festen Platz geben, damit mit man nichts mehr suchen muss, wenn man das Haus verlassen will. Die Kaffeemaschine abends vorbereiten (es darf auch ein bereit liegender Teebeutel sein). In Zukunft werden wir sicherlich noch einmal darauf kommen,  warum die kleinsten Dinge den größten Unterschied machen.

genugteam-Autor: Thomas

Ein Gedanke zu „Hilfreiche Gewohnheiten im Berufsalltag

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